SC Erlangen III - SK 1911 II  5:3

Schildermangel in Erlangen, Punktemangel bei uns

 

Wäre man abergläubisch, könnte man sagen, dieser Wettkampf stand von Beginn unter schlechten Vorzeichen. Diesmal halfen auch die guten Beziehungen von Frank zu höheren Mächten nichts, wir konnten nur zu siebt antreten. Doch auch das Antreten fiel uns schwer. Eine große Baustelle, die die Zufahrt zum Spiellokal, der Erlangener Jahnhalle, komplett versperrte, machte es uns unmöglich, dort einzufahren. Auch Parkplätze waren nicht zu finden. Einige Beinahe-Herzinfarkte und -Schlaganfälle später bemerkten wir, dass das Parkhaus, das ausgeschildert nur Montag bis Samstag geöffnet ist, doch auch am Sonntag nicht geschlossen ist. Zum Glück bemerkten wir dies bereits bei der dritten Umrundung des Viertels und damit auch dieses Parkhauses. Mit der Beschilderung ist es in Erlangen anscheinend nicht weit her, denn als wir zu Fuß zum Spiellokal gingen, wurde uns klar, dass wir durch ein Parkgelände eines Floristikunternehmens zum Spiellokal hätten fahren können, vor dem dann auch genug Parkplätze frei waren. Dies war von der Strasse aus nicht ersichtlich. Ein Schild, dass darauf hinweist und von der Straße einsehbar ist, wäre unter Umständen hilfreich gewesen. Aber Erlangen ist bekanntlich ein einziger Fahrradweg, und Fahrradfahrer wären sowieso da durchgefahren, deshalb hat man es anscheinend nicht für nötig erachtet, ein solches Schild aufzustellen. Auch eine E-Mail eines der Verantwortlichen des SC Erlangen an uns wäre hilfreich gewesen, denn ich bezweifle, dass diese Baustelle erst am Samstag entstanden ist. Es war sicher bereits am Freitag davor zu bemerken, welchen Umfang diese Baustelle hatte. Und dass wir nicht mit dem Fahrrad kommen, hätte klar sein sollen.

 

Soviel zu meinem Bericht "Schildermangel in Erlangen", nun wenden wir uns dem Schach zu. Unser schlechtes Ergebnis war denn mit Sicherheit auch unserem hohen Adrenalinspiegel geschuldet und nicht der Tatsache, dass unsere Gegner, vom letzten Brett abgesehen, 80 bis 170 DWZ-Punkte besser waren.

 

Als wir begannen, stand es bereits 1 zu 1, denn den Gegnern fehlte auch ein Brett, oder besser gesagt ein Spieler an diesem, dem dritten Brett. Thomas Wißmeier konnte also frühzeitig den Weg nach Hause einschlagen, ebenso auch Schachfreund Weber der Erlangener Mannschaft, denn bei uns war Brett 6 frei.

 

Also wurde an 6 Brettern um den Sieg gekämpft. Bei mir trat wieder ein altes Leiden auf, frühzeitig Bauern zu opfern für wenig oder gar keine Kompensation. Eigentlich dachte ich, ich hätte nur einen Bauern geopfert, bis ich merkte, dass ich zwei Bauern weniger hatte. Auch wenn ich es noch hinziehen konnte, war jedem, auch mir, klar, dass diese Partie wohl verloren war. So war es dann auch.

 

Ronald und Ingo haben je einen halben Punkt geholt. Thomas Herbst und Frank "Cowboy" Zimmer hatten auch nicht mehr Erfolg als ich und haben verloren. Nur unser Ersatzmann Jürgen Zeitler hielt die Fahne hoch und machte einen vollen Punkt. Ohne seine Leistung abwerten zu wollen, sei mir hier der Hinweis gestattet, dass er 306 DWZ-Punkte mehr hatte als sein Gegenüber und damit fast so viel, wie wir anderen insgesamt weniger als unsere Gegner hatten.

 

Leider kann ich ausser den Ergebnissen nicht viel sagen, ich hatte genug damit zu tun, trotz meiner schlechten Stellung meinen Optimismus und meine gute Laune nicht zu verlieren, zumindest das, was nach der Anfahrt davon noch übrig war.

 

Thomas Herbst hat mir allerdings in einer E-Mail die Erlaubnis erteilt, zu erwähnen, dass er den Gegner positionell überspielt hatte und nur vergessen hatte, den Sack zuzumachen. Stattdessen hat er ihm einen Bauern geschenkt. Mein Rat an dich, Thomas: Mach es wie ich, dass du den Bauern am Anfang der Partie wegschmeisst, dann brauchst du dir nicht vorzuwerfen, zu irgendeinem Zeitpunkt besser gestanden zu haben. Solltest du jeden Zweifel ausräumen wollen, schmeiss noch einen zweiten Bauern hinterher.

 

Legen wir nun den Mantel des Schweigens über diesen Wettkampf, und ich beende nun diesen Bericht in der Hoffnung, dass der nächste Wettkampf erfolgreicher verläuft.

 

 

 

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Kommentare: 7
  • #1

    Thomas Herbst (Freitag, 10 März 2017 14:26)

    Laut „Fritz“ hatte ich sogar dreimal die Möglichkeit, entscheidend in Vorteil zu kommen. Aber, wenn man das jedes Mal verpennt, dann verliert man wohl zu Recht…

  • #2

    Ingo Leibing (Samstag, 11 März 2017 07:48)

    nicht zu vegessen ist, dass uns der Gegner ausgetrocknet hat. Es gab keine getränke, und der, der welche holen wollte kam nicht wieder. Vielleicht hat er die Einfahrt zum spiellokal nicht mehr gefunden.
    Ich kann mich i.Ü. daran erinnern, dass es vor Jahren bei einem Wettkampf der Ersten in Erlangen deswegen fast zum Protest gekommen wäre.

  • #3

    Augen auf (Sonntag, 12 März 2017)

    Die Baustelle existiert tatsächlich schon länger, seit 2 Jahren um genau zu sein (und noch bis März 2018). Daher weißt die Stadt Erlangen mit einem großen Schild auf die Zufahrt zur Jahnstraße (und Jahnhalle) über die Haagstraße hin.

  • #4

    Thomas Herbst (Mittwoch, 15 März 2017 14:34)

    Ich habe nichts „Weißes“ gesehen…

  • #5

    Ronald Ammon (Mittwoch, 15 März 2017 16:12)

    Sehr interessant "Augen auf" !
    Fragt sich nur, wo sich dieses Schild versteckt hat. In stadteinwärtiger Richtung, Bayreuther Str. haben wir nichts entdeckt.
    Außerdem haben wir dann zu Fuß den Weg durch den Parkplatz des Blumenladens gefunden. Ob das die Haagstr. ist? Lt. Maps nein.
    Wie gesagt ein Hinweis von Seiten des SC Erlangens wäre nicht verkehrt.

  • #6

    Augen auf (Mittwoch, 15 März 2017 18:02)

    Das Schild (eigentlich sind es 2) ist braun mit weißer Schrift, ca. 1,5*1,5 m2 groß und sowohl stadtein- als auch -auswärts in der Bayreuther Str. angebracht.
    Alternativ hätte man natürlich auch mit seinen Vereins- oder sogar Mannschaftskollegen sprechen können, die bereits hier waren...
    Ich weiß auch nicht, wie die sicher über 200 Gäste, die in den letzten 2 Jahren zum Schachspielen in der Jahnhalle waren, hier her gefunden haben.

  • #7

    Ingo Leibing (Donnerstag, 30 März 2017 13:44)

    Ich frage mich immer wieder, wer es nötig hat sich hinter Pseudoymen zu verstecken. Aber die o.g. Aussage ist halt auch nur bedingt richtig. Ja man hätte fragen können - aber halt nur, wenn man es gewusst hätte. Und das Wissen um diese Baustelle fehlte halt.
    Erlangen ist eben nicht der Nabel der Welt, zu dem man als Nürnberger jedes Woche hinfährt.
    Deswegen wäre es schon sportlich fairer gewesen, den gegnerischen Mannschaftsführer darauf hinzuweisen.

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